Gasverbrauch berechnen

Leider gibt es keine einfache Formel, mit deren Hilfe der Gasverbrauch berechnet werden kann. Demzufolge müssen Verbraucher auf Richt- und Erfahrungswerte zurückgreifen. Wer den Gasverbrauch berechnen möchte, muss einige Faktoren berücksichtigen. So sind die Quadratmeterzahl, die Beschaffenheit des Gebäudes und die Frage, ob es sich um eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus handelt wichtige Anhaltspunkte. Daneben ist wichtig, wie viele Personen den Haushalt bewohnen. Als Richtwerte gelten für eine Wohnung mit 30 Quadratmetern der Verbrauch von 4.000 kWh, mit 50 Quadratmetern von 7.000 kWh und mit 100 Quadratmetern von 14.000 kWh pro Jahr. Für ein Reihenhaus ist mit etwa 20.000 kWh zu rechnen und ein frei stehendes Haus benötigt durchschnittlich 30.000 kWh.

GasheizungDaneben ist entscheidend, wofür Gas eingesetzt wird. Wer nur seinen Herd mit Gas betreibt und das Warmwasser mit Gas aufbereitet, muss mit einem Verbrauch von etwa 80 kWh jährlich rechnen. Doch sobald eine Gasheizung genutzt wird, lohnt sich der genaue Blick auf den Gasverbrauch. Hierzu sollte die Gasrechnung des vergangenen Jahres zurate gezogen werden, denn die Verbrauchsgewohnheiten ändern sich normalerweise nur geringfügig.

Sollte das Gebäude zwischenzeitlich durch eine energetische Sanierung verändert worden sein, kann der Bedarf um etwa 30 Prozent geringer angenommen werden.

Um den Gasverbrauch pro Quadratmeter zu berechnen, wird dieser aus der vergangenen Gasrechnung abgelesen und durch die Anzahl der beheizten Quadratmeter dividiert. Das Ergebnis kann nun mit üblichen Richtwerten verglichen werden. Demnach liegt der durchschnittliche Verbrauch für das Erhitzen von Warmwasser und das Heizen bei 16 Kubikmeter Gas pro Quadratmeter. Wer nur heizt, sollte durchschnittlich um die 14 Kubikmeter pro Quadratmeter verbrauchen. Sind die Verbrauchswerte wesentlich höher, lohnt es sich, Gas zu sparen.

Maßnahmen zur Senkung des Gasverbrauchs

Zur Kostenersparnis kann sich ein Wechsel des Gasversorgers anbieten, doch auch andere Maßnahmen können helfen, Kosten zu sparen:

• Modernisierung der Heizanlage
• Energetische Aufwertung des Wohngebäudes
• Nutzung andere Energielieferanten wie beispielsweise Solaranlagen
• Richtige Einstellung der Heizanlage vor der Heizperiode
• Regelmäßige Entlüftung der Heizanlage
• Absenkung der Heiztemperatur um durchschnittlich ein Grad
• Regelmäßiges Lüften der Räume auch im Winter mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten

In Summe ergibt sich aus allen Maßnahmen das Potenzial für eine beachtliche Kostenersparnis.