Gasanbieterwechsel von Mieter und Vermieter

Die Voraussetzung, um den Gasanbieter zu wechseln ist, dass man über einen eigenen Gaszähler verfügt. Das trifft meist nur auf Besitzer eines Einfamilienhauses oder Mieter zu, deren Wohnung mit einer Gasetagenheizung und einem eigenen Zähler ausgestattet ist. Dennoch sollte ein Wechsel zu einem anderen Gasanbieter in Betracht gezogen werden. Da der Vermieter laut Bürgerlichem Gesetzbuch, Paragraf 556 dazu verpflichtet ist, das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten, lohnt sich ein freundliches Gespräch mit diesem.

Vermieter müssen Wechselmöglichkeit einräumen

Das Wirtschaftlichkeitsgebot besagt, dass die Betriebskosten innerhalb eines gewissen Spielraums so gering wie möglich zu halten sind. Da der Vermieter nicht von niedrigeren Gaspreisen profitiert, wird er sich von sich aus wahrscheinlich nicht zu einem Anbieterwechsel entschließen. Deshalb sollte er nach entsprechenden Anbietervergleichen darauf aufmerksam gemacht werden.

Wie Mieter und Vermieter wechseln

Gasanbieterwechsel von Mieter und VermieterUm den Gasversorger zu wechseln, muss erst einmal der richtige Tarif gefunden werden. Das Internet bietet die Möglichkeit, komfortabel über verschiedene Vergleichsseiten entsprechend der persönlichen Verbrauchsverhältnisse, einen passenden Tarif zu finden. Die Vergleichsseiten berücksichtigen auch überregionale Angebote, sodass tatsächlich der günstigste Tarif gefunden werden kann.

Generell geht ein Wechsel des Gasversorgers schnell und unproblematisch vonstatten, da die Umstellung unmerklich erfolgt. Das heißt, dass die Gaslieferung weder unterbrochen wird, noch, dass Kosten entstehen, da etwa Leitungen, Anschlüsse oder Zähler dem regionalen Netzbetreiber, also nicht dem Gasversorger, gehören. Es ist ratsam, dass die Kündigung des alten Vertrages dem neuen Gasversorger übertragen wird, da dieser besser abschätzt, ab welchem Zeitpunkt er die Gaslieferungen sicherstellen kann.

Nach vollzogenem Wechsel, welcher in der Regel zwischen acht und zehn Wochen dauert, erhält der Kunde eine Nachricht und ab diesem Zeitpunkt wird die Gasrechnung durch den neuen Versorger zugestellt. Es ist nicht zu befürchten, dass die Gasversorgung ausfällt oder eingestellt wird, denn von gesetzlicher Seite muss sichergestellt sein, dass eine Gasversorgung stattfindet. Sollte tatsächlich einmal ein Gasversorger ausfallen, übernimmt der regionale Grundversorger die Lieferungen.

Ein Wechsel des Gasversorgers kann - solange ein eigener Gaszähler vorhanden ist – jederzeit eingeleitet werden. Dies empfiehlt sich vor allem, wenn eine signifikante Preisersparnis erzielt werden kann. All jene, die auf den Wechsel durch einen Vermieter angewiesen ist, sollten den neuen Tarif gut wählen, denn allzu häufig wird der Vermieter den Gasversorger nicht wechseln wollen.zum Gaspreisvergleich